AdWords™ ist ein Werbeprogramm von Google, das Plätze auf Suchergebnislisten verkauft. Die AdWords™-Anzeigen erscheinen entweder rechts neben oder über den Suchergebnissen.
Sie unterscheiden sich von den „echten“ Suchergebnissen dadurch, dass sie farblich unterlegt sind und mit der Überschrift „Anzeigen“ markiert sind.
Abgerechnet werden die Anzeigen nach dem „Pay Per Click“-Modell. Das bedeutet, erst sobald jemand Ihre Anzeige anklickt, schreibt Google einen kleinen, vorher vereinbarten Betrag auf die Rechnung.
Das Prinzip ist einfach, trotzdem ist es ein kleines Kunststück, die verschiedenen Parameter, die Google zur Gestaltung einer Kampagne anbietet, gut aufeinander abzustimmen.
Vier Schritte zur ersten AdWords™-Kampagne
- Konto anlegen
Unter www.adwords.google.de legen Sie ein Nutzerkonto an. Dafür fällt eine geringe Schutzgebühr für die Aktivierung an. Momentan sind das 5 Euro. - Limits festlegen
Sie legen fest, wie viel Sie pro Klick und pro Tag zahlen möchten. Mit diesen Angaben steuern Sie, wie häufig Ihre Anzeige erscheint. Ein höheres Gebot bewirkt, dass Ihre Anzeige häufiger geschaltet wird. Das heißt: Hohes Gebot = mehr Klicks und umgekehrt. - Suchbegriffe (Keywords) auswählen
Parallel legen Sie die Suchwörter fest, nach denen Ihre potenziellen Besucher Sie und Ihre Anzeige finden sollen. Hier müssen Sie sowohl die Gewohnheiten Ihrer Kunden richtig einschätzen (welche Begriffe verwenden sie, was kommt ihnen als erstes in den Sinn) als auch Ihr eigenes Angebot. Finden die Nutzer tatsächlich relevante Inhalte zum Suchwort X auf Ihrer Seite? Haben Sie etwas zu bieten, dass die Besucher dann auch wirklich zu Interessenten oder Kunden macht? - Klein anfangen und ausprobieren
Fangen Sie mit einer kleinen Liste Keywords und mit einer einzelnen Kampagne an. Im Laufe der Zeit bekommen Sie ein Gefühl dafür und können die Parameter Ihrer Kampagne korrigieren und anpassen. Auch lernen Sie allmählich das Umfeld besser kennen. Vielleicht besetzt ein Mitbewerber dasselbe Suchwort wie Sie und überbietet Sie im Preis pro Klick. Ihre Anzeige rutscht dann automatisch nach unten oder erscheint seltener. Dann müssten Sie eigentlich Ihr Gebot erhöhen – vielleicht lohnt es lohnt sich aber auch, nach anderen, alternativen Suchbegriffe zu suchen.
Google gibt gute Tipps zur Einschätzung der Kosten zu Beginn der Kampagne. Läuft die Kampagne, nutzen Sie auf jeden Fall die Google‘s AdWords™-Benutzeroberfläche – ein mächtiges Anlaysetool – um Ihre Kampagne zu überwachen und auszuwerten.
Wissenwertes zu Google AdWords™
Der Qualitätsfaktor
Wo und wann Ihre Anzeige erscheint, hängt nicht nur davon ab, wieviel Geld Sie Google für einen Klick auf Ihre Anzeige bieten. Google bringt noch ein eigenes Kriterium ein: Den Qualitätsfaktor. Google möchte nämlich seinen Kunden stets relevante Inhalte bieten. Passt eine Anzeige so gar nicht zum damit verknüpften Suchwort, wird sie keinen Erfolg haben, und sie wird einfach nicht erscheinen.
Der Grund: Anzeigen auf einer Suchergebnisseite, die am Interesse des Nutzers vorbeigehen, werden nicht angeklickt. Google würde also weniger verdienen. Ein besseres Geschäft sind Anzeigen, die inhaltlich einen guten Bezug zur Suchanfrage haben, denn sie werden eher angeklickt.
Anzeigentext
Laut Google liegt liegt der tatsächliche Betrag, den Sie ein Klick kostet, in der Regel unter Ihrem maximalen Gebot. Der Erfolg einer Kampagne hängt stark mit der Qualität Ihrer Anzeige zusammen. Je besser der Text der Anzeige ist, desto günstiger fällt Ihre Kosten/Nutzenrechnung aus. Wenn alles gut zusammenspielt, werden aus Besuchern Kunden.
Landing-Page
Sie sollten für jede Kampagne eine eigene Landing-Page einrichten. Das ist die Seite, auf die der Link in Ihrer Anzeige verweist. Auf dieser Landing-Page fangen Sie den Besucher auf, bieten ihm exakt den Inhalt, der zu dem Suchbegriff, dem er auf der Spur ist, passt. Und bereiten Ihr Angebot so auf, dass der Besucher mit ein, zwei Klicks etwas auf der Seite tun kann, das ihn zu einem Kunden macht.
Mitbewerber
Ihr Erfolg und Ihre Kosten hängen stark davon ab, was Ihre direkten Mitbewerber zu zahlen bereit sind bzw. welche Suchwörter sie besetzen. Versuchen Sie, Ihre Nische zu bestimmen, richten Sie Ihre Anzeige auf Ihr spezifisches Marktsegment aus.
Streuverluste
Die Streuverlusten der AdWords™-Anzeigen sind sehr gering, da die Anzeigen nur eingeblendet werden, wenn nach einem bestimmten Begriff gesucht wird. Noch ein Vorteil: Sie können Ihre Kampagne regional ausrichten. Ihre Anzeige wird dann nur in einer bestimmten Region oder Stadt eingeblendet. Selbstverständlich können Sie auch landesweit oder international schalten.
Messbarer Erfolg
Sie können die Wirksamkeit einer Kampagne (ROI = return of investment) sehr gut messen. Über kleine Programmschnipsel, die in Ihre Homepage eingebunden werden, kann man nachvollziehen, welche Unter-Seiten der Interessent besucht hat, ob eine Anfrage oder Bestellung erfolgt ist und einiges mehr.
